Tourenlager 2026

Gipfelglück und Gemeinschaft: Eine Woche im Bündner Pulverschnee

Fünf Tage, 22 Teilnehmende und jede Menge Pulverschnee: Das Tourenlager 2026 im Prättigau bot den Schülerinnen und Schülern eine intensive Mischung aus sportlicher Herausforderung und kameradschaftlichem Hüttenleben. Im Zentrum standen dabei nicht nur Höhenmeter, sondern auch die Sicherheit am Berg.

Der Startschuss fiel in St. Antönien, von wo aus die Gruppe den Aufstieg zum Berggasthaus Alpenrösli unter die Felle nahm. Begleitet von Sportlehrpersonen Tobias Lingg und Markus Kümin sowie zwei Bergführern tauchten die 22 Teilnehmenden sofort in die Praxis ein. Bereits auf dem Weg zur Unterkunft wurden die Basics vermittelt: Das Gehen mit Tourenski oder Splitboard, das Gehen von Spitzkehren und der lebenswichtige Umgang mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) standen auf dem Programm.

Sicherheit und Theorie im Fokus

Trotz des Fokus auf das Erlebnis kam die Ausbildung nicht zu kurz. In Theorieblöcken lernten die Teilnehmenden alles über Lawinenarten, deren Entstehung und die Beurteilung der Hangsicherheit.  

Pulverschnee und Gipfelsiege

Das Tourenprogramm der Woche war beachtlich. Nach dem Schafberg am zweiten Tag folgten Ziele wie der Rotspitz, die Schijenflue und der Giraspitz. Ein absolutes Highlight war die Besteigung des Schollbergs: Die Abfahrt bot den Teilnehmenden rund 20 bis 30 Zentimeter feinsten Pulverschnee. «Es war schlicht genial», beschreibt Lukas Diel, Schüler aus der 3i dieses Erlebnis.

Hüttenleben ohne (digitale) Ablenkung

Abseits der Gipfel prägte die besondere Atmosphäre im Alpenrösli das Lager. Da es in der Unterkunft kaum Mobileempfang gab, rückte die Gruppe eng zusammen. Statt auf Bildschirme zu starren, verbrachte man die Abende mit gemeinsamen Spielen und Jassen, was den familiären Charakter des Lagers stärkte. Kulinarisch wurden die Teilnehmenden ebenfalls verwöhnt; besonders die Desserts, allen voran das Panna Cotta am ersten Abend, sorgten für Begeisterung.

Licht und Schatten

Wo viel Sport getrieben wird, bleiben Blessuren nicht aus. Während viele mit schmerzhaften Blasen an den Füssen kämpften, erlitt Lukas Diel bei der Abfahrt vom Schollberg ein persönliches Lowlight: Er übersah ein Loch im Gelände, verdrehte sich den Fuss und konnte das restliche Programm nur noch eingeschränkt mitverfolgen.

Trotz dieser Zwischenfälle war das Fazit durchwegs positiv. Die Erwartungen wurden laut den Rückmeldungen deutlich übertroffen, und die Vorfreude nächste Skitouren Hochtouren im Frühling oder in der nächsten Saison ist bereits geweckt.

Text: MOT; Bilder: Markus Kümin und Lukas Diel (3i)