
+++
SVP-Kantonsrat Martin: «Neutralität schützt Bevölkerung vor Krieg»
Montag, 21. September 2026
Am Montagmorgen war SVP-Kantonsrat Oliver Martin an der Kanti Frauenfeld zu Gast. In seinem Referat legte er dar, was für die Neutralitätsinitiative spricht. Der wichtigste Punkt: Wirtschaftssanktionen. Diese müssten nach Annahme der Initiative oft nicht mehr mitgetragen werden. Das komme der Bevölkerung in den sanktionierten Ländern zugute, aber auch der Schweizer Wirtschaft. Zudem wären wir weniger exponiert, weil in der Verfassung stünde, dass die Schweiz keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis beitreten und auch nicht mit einem solchen zusammenarbeiten soll. «Insofern schützt die Neutralität die Bevölkerung vor Krieg», so Martin.
Nach dem Referat stellten Schülerinnen und Schüler dem Politiker verschiedene Fragen. Ist es nicht ein Nachteil, wenn das Militär nach Annahme der Initiative nicht mehr mit anderen Armeen üben könnte? Werden wir je ein Militär haben, das so stark ist, dass es potenzielle Gegner abschreckt? Gibt uns Neutralität eine Garantie, nicht angegriffen zu werden? Und wie sollen wir wissen, dass die Neutralitätsinitiative eine Antwort ist, die auch in zehn oder zwanzig Jahren noch passt?
Auf alle Fragen hatte Oliver Martin eine Antwort. Für ihn ist klar: Dank der Initiative, die eine immerwährende und bewaffnete Neutralität fordert, hätten wir auch in zwanzig Jahren noch die richtige Lösung. DUL

+++
«Jugend macht Politik»: Ein Parlament an der Kanti Frauenfeld
Montag, 21. September 2026
66 Viertklässlerinnen und Viertklässler machen mit bei «Jugend macht Politik». Das Ziel des Projekts ist, eine Woche lang den eidgenössischen Parlamentsbetrieb zu simulieren. Aus den Schülerinnen und Schülern werden Politikerinnen und Politiker. Sie finden sich in Fraktionen zusammen, erarbeiten politische Vorstösse und treffen sich abschliessend zu einer Debatte im Frauenfelder Rathaussaal.
Das Wochenthema ist die Neutralitätsinitiative, über die am kommenden Sonntag abgestimmt wird. Darauf – und auf die Volksinitiative ganz allgemein – ist Geschichtslehrer Michael Jung in seiner Begrüssung eingegangen. Im Anschluss hat er die Neo-Parlamentarierinnen und Parlamentarier gleich über zwei Fragen abstimmen lassen: Sollten Volksinitiativen im letzten Gymi-Jahr thematisiert werden? Und lohnt es sich, bei über fünf Millionen Stimmberechtigten überhaupt stimmen zu gehen? Das Ergebnis war klar: Eine deutliche Mehrheit wünscht sich Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Fragen. Überdeutlich war die Antwort auf die zweite Frage: Einstimmig haben sich die Anwesenden dafür ausgesprochen, dass es sich lohnt, stimmen zu gehen.
Das ist eine gute Ausgangslage für diese Sonderwoche: Das Interesse für Politik ist da. Bereits heute tauschen sich die Neo-Parlamentarierinnen und Parlamentarier mit echten Jungpolitikerinnen und Jungpolitikern aus. Im Anschluss reichen sie Motionen ein, organisieren Pressekonferenzen und bereiten sich auf die grosse Schlussdebatte vor. Zu gewinnen gibt es auch etwas: Eine Jury kürt am Ende die beste Rede und die beste Fraktion. DUL
