Känguru-Wettbewerb 2026

«Hoffentlich reicht es nächstes Mal für die Goldmedaille»

Lukas Saur (1ma) hat sich beim Känguru-Wettbewerb auf dem ausgezeichneten 12. Rang platziert. In seiner Kategorie (9. und 10. Klasse) haben schweizweit 5425 Schülerinnen und Schüler am Mathematik-Test teilgenommen. Er hofft, dass er nächstes Mal alle Fragen richtig beantwortet, damit es für eine Goldmedaille reicht.

Lukas Saur (1ma) beim Lösen des Känguru-Tests.

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie das Resultat (12. Rang von 5425 Teilnehmenden) erfahren haben?

Lukas Saur: Es hat mich natürlich gefreut, zu hören, dass ich so gut abgeschnitten hatte. Schade war nur, dass es so knapp – wegen einer Frage – nicht gereicht hat, alles richtig zu beantworten.

Welche Aufgabe haben Sie am spannendsten gefunden?

Lukas Saur: Alle Aufgaben der dritten Stufe waren spannend, aber auch kompliziert. Ich kann nicht sagen, welche ich am spannendsten gefunden habe.

Wie beurteilen Sie die Erfahrung, am Wettbewerb mitgemacht zu haben?

Lukas Saur: Es war eine gute Erfahrung, ich würde wieder mitmachen. Das nächste Mal mache ich wahrscheinlich alles gleich. Hoffentlich reicht es dann für die Goldmünze.

Was reizt Sie an der Mathematik?

Lukas Saur: Das logische Denken. Ich find’s spannend, dass es nur richtig und falsch gibt und nichts zwischendrin.

Im nächsten Jahr beginnt das Schwerpunktfach. Welches haben Sie gewählt?

Lukas Saur: Ich habe «Physik und Anwendung der Mathematik» gewählt, weil ich das Gefühl hatte, dass mir das am ehesten liegt.

Wissen Sie schon, was Sie nach der Matura studieren möchten?

Lukas Saur: Nein, ich weiss noch nicht. Sicher etwas in Richtung Naturwissenschaften oder eben Mathematik.

Fragen: DUL / Bild: Lukas Diel (3i)

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Känguru-Wettbewerb

Der Känguru-Test ist ein internationaler Knobel-Wettbewerb, bei dem 30 mathematische Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden müssen. Fast 70 Schülerinnen und Schüler der Kanti Frauenfeld haben daran teilgenommen. Die Initiative ergriffen haben die beiden Mathe-Lehrpersonen Annina van der Meijden und Len Bo Frei (die «pause» hat berichtet). Die Idee kommt aus Australien, daher auch das Känguru als Namensgeber. 2026 haben schweizweit 67000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Die Kanti Frauenfeld hat in zwei Kategorien mitgemacht: in der Kategorie 9./10. Klasse (5426 Teilnehmerinnen und Teilnehmer) und in der Kategorie 11./12. Klasse (1501 Teilnehmerinnen und Teilnehmer).  Unten finden sich zwei Aufgaben aus dem diesjährigen Test.

Eine Goldmedaille erhält, wer alle Fragen richtig beantwortet. Das hat 2026 niemand von der Kanti Frauenfeld geschafft. Lukas Saur (1ma) hat mit 135.5 Punkten (von 150 Punkten) aber auf dem sensationellen 12. Rang abgeschlossen. Auch die weiteren Resultate der Frauenfelder Kanti-Schülerinnen und Schüler lassen sich sehen. Die besten drei im Einzel und die drei besten Teams erhalten von der Kanti Frauenfeld ein Gutschein vom Café Promenade, um ein Softeis essen gehen zu können. DUL

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Aufgabe 1

Fünf Mädchen – Daria, Sofie, Yulia, Stella und Elin – schwammen 100 m um die Wette. Eine schaffte es nicht bis ins Ziel. Die anderen kamen zu unterschiedlichen Zeiten ins Ziel. Später erzählten sie:

Daria: «Ich war Dritte oder Vierte.»
Sofie: «Ich habe es ins Ziel geschafft, war aber nicht Erste.»
Yulia: «Ich war Erste.»
Stella: «Ich habe es nicht ins Ziel geschafft.»
Elin: «Ich war Zweite.»

Genau eines der Mädchen hat sich falsch erinnert, die anderen richtig. Wer hat sich falsch erinnert?

(A) Daria, (B) Sofie, (C) Yulia, (D) Stella, (E) Elin

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Aufgabe 2

Valentina hat sich acht verschiedene positive ganze Zahlen ausgedacht, unter denen es keine drei gibt, die die Seitenlängen eines Dreiecks sein können. Wie gross ist die grösste dieser acht Zahlen mindestens?

(A) 32, (B) 33, (C) 34, (D) 35, (E) 36)

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Korrekte Antworten

Aufgabe 1: (E) Elin
Aufgabe 2: (C) 34