
Wobei erwischen wir dich gerade?
Astrid Brönimann: Es ist gerade «grosse Pause». Da ist meistens besonders viel los, ein richtiges «Gläuf»: Schülerinnen und Schüler kommen vorbei, um etwas abzugeben oder Formulare abzuholen – zum Beispiel für Stundenverschiebungen. Gleichzeitig kommen Lehrpersonen, die eine Auskunft brauchen oder kurzfristig ein Zimmer reservieren möchten.
Woraus besteht dein Arbeitsalltag als Sachbearbeiterin?
Astrid Brönimann: Grundsätzlich erledige ich administrative Aufgaben im Auftrag der Schulleitung. Das sind ganz unterschiedliche Anliegen: Anlässe koordinieren, Listen erstellen und überprüfen, Termine verwalten, Schulbestätigungen ausstellen – um nur einige Beispiele zu nennen. Ein grosser Teil besteht auch darin, Auskunft zu geben, sei es im direkten Gespräch, per Mail oder am Telefon.
Du bist das Gesicht der Schuladministration – ich kann mich kaum an einen Tag erinnern, an dem ich dich nicht hier hinter der Theke sehe …
Astrid Brönimann: Ja, ich bin tatsächlich jeden Tag hier. Mir ist aber wichtig zu betonen, dass ein ganzes Team hinter mir steht. Ich mag zwar für viele der sichtbare Teil der Schuladministration sein, aber ohne die Arbeit meiner Kolleginnen und Kollegen liessen sich all die vielfältigen Aufgaben nicht bewältigen.
Welches sind die stressigen Momente in deinem Beruf?
Astrid Brönimann: Die Wochen um die Aufnahme- und Abschlussprüfungen gehören klar zu den hektischeren Zeiten, weil sie zum aktuellen Tagesgeschäft noch hinzukommen. Gleichzeitig dürfen dabei keine Fehler passieren. Deshalb arbeiten wir mit mehreren Kontrollinstanzen, bevor alles bereit ist. Zum Glück sind wir mittlerweile ein eingespieltes Team mit viel Erfahrung und Routine.
Was sind besonders schöne Momente?
Astrid Brönimann: Ganz klar der direkte Kontakt mit den Menschen! Natürlich kann das manchmal auch anstrengend sein, aber grösstenteils ist der Austausch sehr wertschätzend und angenehm. Ich erlebe unsere aktuelle Schülergeneration übrigens als sehr freundlich – auch wenn es mit der Zuverlässigkeit bei gewissen Abgabeterminen manchmal noch Luft nach oben gibt. (lacht)
Was würdest du dir von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen wünschen?
Astrid Brönimann: Wenn jemand zu mir kommt, hat diese Person meist ein Anliegen. Manchmal bin ich aber gerade mit etwas anderem beschäftigt oder bereits in einem Gespräch. Da wünsche ich mir gelegentlich etwas mehr Geduld. Ich bemühe mich immer, allen so schnell wie möglich weiterzuhelfen.
Interview: David Thalmann / BIld: Lukas Diel (3i)
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Dieses Interview ist gekürzt im Frühling 2026 in der Printausgabe der «pause» erschienen.